Schwangerenvorsorge

  • AFP-Bestimmung
    Mit Hilfe des AFP-Wertes (Alpha-Feto-Protein) aus dem Blut der Schwangeren kann man beim Kind das Risiko von Bauchwanddefekten oder einer Erkrankung des „offenen Rückens“ (spina bifida) ermitteln.
  • Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)
    Bei bekannten Erberkrankungen in der Familie, bei auffälligen Ultraschallbefunden und bei Schwangeren die älter als 35 Jahre sind, kann eine Fruchtwasseruntersuchung angeraten sein. Durch diese Untersuchung kann man verschiedene Erbgutschädigungen, Stoffwechselstörungen und Neuralrohrdefekte beim ungeborenen Kind feststellen. So wird bei der Fruchtwasserpunktion unter Ultraschallbeobachtung mit einer feinen Nadel Fruchtwasser durch die Bauchdecke der Mutter entnommen. Keine Angst, das ganze ist nur so schmerzhaft wie eine Blutentnahme.
    Nach Beendigung des Eingriffs können Sie ganz normal nach Hause gehen. Einen Tag nach der Fruchtwasserentnahme sollten die Herztöne des Kindes nochmals kontrolliert werden.
    In seltenen Fällen kann es zu Fruchtwasserabgang, Blutungen oder vorzeitiger Wehentätigkeit kommen. Das Risiko, durch diese Untersuchung eine Fehlgeburt zu erleiden, liegt bei 0,4 bis 1 Prozent.
    Die Ergebnisse der Fruchtwasserpunktion, die nach etwa zwei Wochen vorliegen, werden wir mit Ihnen selbstverständlich ausführlich besprechen.
  • Fehlbildungs-Ultraschall
    Unter bestimmten Voraussetzungen führen wir diese beiden Diagnosemöglichkeiten im Rahmen der Kassenleistungen bei der Schwangerenvorsorge durch.

    Ein Fehlbildungs-Ultraschall ist angezeigt, wenn
    • es ein fehlgebildetes Kind in der nahen Verwandtschaft gibt,
    • Auffälligkeiten bei einer der drei vorgesehenen Ultraschalluntersuchungen beobachtet wurden,
    • bestimmte Krankheiten der Mutter, z.B. Herzfehler, Diabetes vorliegen.
  • Doppler-Sonografie
    Mit dieser Untersuchung messen wir den Blutfluss im Mutterkuchen (Plazenta) und im kindlichen Organsystem. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, ob ein Sauerstoffmangel beim Ungeborenen vorliegt. Je besser die Durchblutung, desto besser ist das Kind mit Sauerstoff versorgt.

Die im folgenden aufgeführten Leistungen sind Wunschleistungen (individuelle Gesundheitsleistungen). Sprechen Sie mit uns über die Kosten.

  • Frühgeburtenvermeidungsprogramm
    Die häufigste Ursache für Frühgeburten ist eine Infektion der Geburtswege. Bei Infektionen steigt der normalerweise saure pH-Wert des Scheidenmilieus an. Durch einfache Benutzung eines pH-Stäbchens kann dieser Wert kontrolliert werden. So kann eine beginnende Infektion schnell behandelt werden und damit mögliche Frühgeburten vermieden werden.
    Wir prüfen den pH-Wert jedes Mal, wenn Sie zur Vorsorge kommen.
    Dazwischen sollten Sie ab der 20. Schwangerschaftswoche selbst zweimal pro Woche den pH-Wert testen.
  • Laboruntersuchungen in der Frühschwangerschaft
    Eine Toxoplasmose-Erkrankung während der Schwangerschaft kann beim ungeborenen Kind zu schweren Schäden führen. Durch eine Blutuntersuchung können wir feststellen, ob Sie bereits eine Toxoplasmose-Erkrankung hatten. In diesem Fall besteht keine Gefahr für Ihr Kind. Hatten Sie aber noch keine Toxoplasmoseinfektion, so kann durch wiederholte Blutentnahme im Schwangerschaftsverlauf eine Erkrankung frühzeitig entdeckt und behandelt werden. Dadurch verringert sich das Risiko von angeborenen Schädigungen bei Ihrem Kind.